Schulstation

Wir sind die Feuerwehr!

Gewaltintervention im Schulalltag

„Wir sind die Feuerwehr!“

Eine der Hauptaufgaben der Mitarbeiterinnen der Schulstation ist es in Konfliktsituationen im Schulalltag zu intervenieren. Das bedeutet, dass zwischen 8:00 und 14:00 die Mitarbeiter jederzeit den Lehrkräften unterstützend zur Seite stehen. Das gilt für Schüler, die massiv den Unterricht stören, als auch für emotional bedürftige Kinder, die eine Auszeit benötigen. Ebenfalls ist die Schulstation in dieser Zeit eine Anlaufstelle für Schüler, die eine Vertrauensperson brauchen.

Die Mitarbeiterinnen der Schulstation stellen sich vor:

Dany Zapf (Erzieherin)

Schwerpunkte: Raufen nach Regeln, Soziales Lernen, Elterngespräche, Austausch mit ErzieherInnen und LehrerInnen.

„Raufen nach Regeln“

Zur Stärkung der sozialen Kompetenzen werden in allen Klassenstufen Projekte durchgeführt. Hierzu wird gerade in der Schulanfangsphase von den KlassenlehrerInnen gemeinsam mit der Mitarbeiterin der Schulstation "Raufen nach Regeln" durchgeführt.
Oft sieht man im Schulalltag Auseinandersetzungen zwischen SchülerInnen. Es geht auch fair zu, so wie es die nie ausgesprochenen Regeln, der Ehrenkodex, vorsieht. Von außen ist es oft schwer zu erkennen, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfängt. Das aus einer harmlosen Rauferei eine unfaire Schlägerei wird, ist auch keine Seltenheit. Also gleich im Keim ersticken?
So heißt oft das Eingrenzen von Aggressionen, den Versuch zu unternehmen diese völlig zu verbieten. Allerdings ist Aggression “eine Kraft, die durch Verleugnung und Verdrängung nicht aus der Welt, schon gar nicht aus der Entwicklung von Kindern auszugrenzen ist” (Rogge, 1998). Es gilt also, Aggressionen in die Welt der Kinder mit einzubeziehen, ohne dabei das Wohlergehen anderer zu beeinträchtigen. Dies gelingt nur, wenn Kinder lernen, kontrolliert mit ihrem eigenen und respektvoll mit dem Körper anderer “umzugehen”.

„Soziales Lernen“

In den Klassenstufen drei und fünf gibt es in Zusammenarbeit zwischen LehrerInnen, der Mitarbeiterin der Schulstation und dem Schulsozialarbeiter ein 8 wöchiges Projekt "Soziales Lernen". Hier wird die Gewaltprävention zukünftig vermehrt intensiviert, als wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Miteinanders und der gewaltfreien Konfliktlösung. Hierzu werden verschiedene Übungen durchgeführt, die die Teamfähigkeit stärken und Lösungsstrategien für Konflikte aufzeigen sollen. Dies wird jeweils in enger Kooperation Bedarfsgerecht mit der jeweiligen Lehrkraft geplant.

Gesonderte Projekte kann es nach Absprache mit den LehrerInnen jederzeit in allen Klassenstufen geben.

Maya Männert (Diplom-Psychologin)

Schwerpunkte: Einzelförderung, Gruppenförderung, Soziales Lernen, Raufen nach Regeln, Elterngespräche, Austausch mit ErzieherInnen und LehrerInnen.

,,Einzelförderung"

Bei der Einzelförderung geht es darum, Kinder in ihren individuellen Fähigkeiten zu stärken, damit sie ihren Schulalltag besser meistern können. Die Probleme eines Kindes können im Schulleben unterschiedlich zum Ausdruck kommen. Dazu zählen u.a. Schuldistanz, Störungen in der Klassengemeinschaft, Leistungsabfall oder Rückzug aus der Klassengemeinschaft. Es wird auf die emotionale Ebene des Kindes eingegangen um gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln. Das Kind lernt, wie es aus sich selbst heraus die Fähigkeit entwickelt einen Umgang mit den Problemen zu finden, welche es im Schulalltag behindern. Die Einzelförderung ist zeitbegrenzt und findet je nach Absprache mit den LehrerInnen statt.

 

,,Gruppenförderung“

Bei der Gruppenförderung findet überwiegend soziales Training mit max. fünf Kindern statt. Gerade Kinder, welche in einer Gruppe dazu neigen durch Störungen oder Konflikte aufzufallen, lernen dort wie die Rahmenbedingungen von Schule funktionieren und erfahren u.a. durch Rollenspiele einen Perspektivwechsel, welcher ihnen einen reflektierten Blick auf ihr Verhalten ermöglichen soll. Konflikte werden nachgestellt und die Gruppe versucht gemeinsam gewaltfreie Lösungen finden. Dieses Training soll in den Schulalltag übertragen werden. Auch die Gruppenförderung ist zeitlich begrenzt und wird in Absprache mit den LehrerInnen terminiert.

„Soziales Lernen“ und „Raufen nach Regeln“ siehe oben